Die großen Luftgekühlten

Mehr Wohlstand.
Mehr Volkswagen.

Mit steigendem Wohlstand stiegen in Deutschland auch die Ansprüche an ein Auto. Um Neukunden zu gewinnen, baute Volkswagen daher neben dem kompakten Käfer auch geräumigere Mittelklassemodelle mit luftgekühlten Motoren. Mit gefälliger Ausstattung, bequemen Sitzplätzen und großzügigem Kofferraumvolumen. 1961 kam der Volkswagen 1500, der 1965 durch den 1600 ersetzt wurde. 1968 brachte Volkswagen mit dem Werbeslogan „Der Große aus Wolfsburg“ das von Pininfarina beeinflusste Modell 411 (Typ 4) auf den Markt. Allesamt Autos, die im Vergleich zum Käfer heutzutage eher unbekannt sind. Das AutoMuseum Volkswagen rückt sie in den Fokus: die „großen Luftgekühlten“.

Eine erste kleine Auswahl aus dieser Themenwelt präsentieren wir Ihnen hier:



Typ 3 1500 Glasmodell, 1960

Daten
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Baujahr

1960

Motor

4-Zylinder-Boxermotor, luftgekühlt

Leistung

54 PS / 40 kW

Hubraum

1.493 ccm

Höchstgeschwindigkeit

140 km/h

Modell-Laufzeit

1961-1973

Von 1961 bis 1973 bot Volkswagen neben dem Käfer (Typ 1) und dem Bus (Typ 2) auch den sogenannten Typ 3 – den Großen Käfer – an. Es war der erste ernstgemeinte Versuch, das Modellprogramm Richtung Mittelklasse zu erweitern. Das ausgestellte Glas-Modell wurde noch vor Markteinführung des Typ 3 für Messen und sonstige Präsentationen angefertigt. Es zeigt die Technik (Boxer-Heckmotor mit Doppelvergaser), aber auch das Innenleben von Sitzen, Türen und Dach.

Typ 3 1500 Glasmodell (1960)_01
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Volkswagen 1500 Cabriolet, 1961

Daten
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Baujahr

1961

Motor

4-Zylinder-Boxermotor, luftgekühlt

Leistung

45 PS / 33 kW

Hubraum

1.493 ccm

Höchstgeschwindigkeit

125 km/h

Modell-Laufzeit

1961–1973 (Serienmodell)

Mit dem Vorstoß in die Mittelklasse durch den sogenannten Typ 3 war auch ein viersitziges Cabriolet im Gespräch: Das 1500 Cabriolet  wurde von Karmann in Osnabrück entwickelt und auf der Internationalen Automobilausstellung 1961 in Frankfurt präsentiert. Das Verdeck dieses Fahrzeugs war in geöffnetem Zustand voll versenkbar – trotz eines Heckfensters aus Glas. In Serie ging der Wagen jedoch nie. Von den 16 in Handarbeit gefertigten Prototypen existieren heute nur noch zwei Exemplare.

Volkswagen 1500 Cabriolet 01

412 Variant LE, 1973

Daten
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Baujahr

1973

Motor

4-Zylinder Boxer, luftgekühlt

Leistung

85 PS / 63 kW

Hubraum

1.795 ccm

Höchstgeschwindigkeit

155 km/h

Modell-Laufzeit

1968–1974 (Serie Typ 4)

1968 kam die letzte Pkw-Neukonstruktion mit luftgekühltem Heckmotor - der 411 (Typ 4). Technische Besonderheit war die selbsttragende Karosserie. Nach einer Modifizierung der Frontpartie im Jahr 1972 erfolgte die Umbenennung in Volkswagen 412 umbenannt. Das gezeigte Auto – mit Automatikgetriebe – wurde am 15. Mai 1973 als Volkswagen Dienstwagen ausgeliefert. Später erwarb es Motorjournalist Joachim Lattke, der es mit einem Kilometerstand von 184.000 dem AutoMuseum Volkswagen schenkte.

412 Variant LE 01