Volkswagen AutoMuseum
Ghia-Aigle (1957)

Ghia-Aigle (1957)

Vierzylinder Boxermotor, luftgekühlt
Hubraum: 1192 ccm
Leistung: 45 PS bei 4000 U/min.
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
Stückzahl: unbekannt

Die Karosseriefirma Ghia-Aigle fertigte die Sonderkarosserie gleichen Namens im schweizerischen Thun. Das Fahrgestell stammt von einem 56er Export Käfer und wurde mit einer Aluminiumkarosserie versehen, die auf einem Stahlgerippe montiert ist. Dieselbe Konstruktionsweise verfolgte Beutler, indem er seine Karosserien aus einem Stahlgerippe mit Aluminiumblechen fertigte und aufs Käfer-Chassis montierte. Pietro Frua war zu jener Zeit Chef-Designer bei Carrosserie Ghia S.A. Aigle (Suisse).

Der Ghia-Aigle wurde rechtzeitig zum Genfer Automobilsalon 1957 fertiggestellt. Die Front des Wagens erinnert stark an Ferrari. Die Fahrzeuge wurden nach Kunden-wunsch gefertigt. So hatte sich der Erstbesitzer den Wagen in Dunkelrot lackieren lassen. In der Automobil-Revue von 1958 schrieb man über den Ghia-Aigle folgendes, „kokette Linien und lebhafte Farben kennzeichnen diese lateinischen Geschmack atmende VW-Variante“. Der Boxermotor wurde mit einem MAG-Kompressor ausgerüstet, der das 1,33 Meter niedrige Sportcoupé auf über 150 km/h beschleunigte.

Der ausgestellte „Scheunenfund“ stammt von einem Oldtimer-Sammler aus Süddeutschland, der schon begonnen hatte die Aussenhaut der Karosserie zu restaurieren. Der Aufwand war ihm zu gross, so dass der Wagen schließlich im Jahr 2001 in das AutoMuseum kam.

 

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